Reaktionen der Obstbäume

Fotos: Birgit Loy

Pünktlich zum Kursbeginn am letzten Samstag fing es leider immer mehr zum Regnen an. Dies hielt aber die über 20 Teilnehmer nicht ab mit dem 2. Vorstand Klaus Mächler vom Obst- und Gartenbauverein Pfaffenhofen den Informationskurs abzuhalten – nach dem Motto: nur die Harten kommen in den Garten. Klaus Mächler ging es vorrangig in seinen Erläuterungen zu erkennen, wie reagieren die Obstbäume auf Schnittmaßnahmen. So konnte er in Nachbars Garten den starken Jahrestrieb nach einem kräftigen Frühjahrsschnitt zeigen; daneben einen Apfelbaum, der mit der letzten Ernte korriegiert wurde und dazu eine reiche Ernte verspricht. Dieser Baum hat kaum einen Neutriebzuwachs.
In seinem Garten hat der Frost die Apfelblüte leider sehr geschädigt, mit entsprechend geringem Obstertrag. So zeigen die Bäume trotz des letztjährigen Sommerschnitts einen imensen Rutenwuchs. Der Baum investiert in Wuchs und nicht in Frucht. Ein teilweise vorgenommener Juniriß ergab nur, dass der Baum aktuell weiter neue Ruten treibt und die Triebspitzen auch noch länger wachsen. Sein Fazit aus den Beobachtungen, lasst die Bäume über das Jahr wachsen. Jeder Baum bzw. Obstsorte hat eine andere Wüchsigkeit. Bei spät reifenden Äpfeln ist ein Auslichtungsschnitt ca. 3 Wochen vor der Ernte sinnvoll. So empfiehlt Klaus Mächler den allgemeinen Baumschnitt mit der Ernte vorzunehmen – also ernten und schneiden. Dies beginnt mit der Kirsche, folgend die geerntetern Beerensträucher, bis die Obstbäume dran sind. Dies bezeichnet er auch als ‚Sommerschnitt‘, der die Bäume im Wuchs beruhigen soll. Das Gegenteil ist der’Winterschnitt‘ – frostfrei im Februar/März – der eine Wuchsverstärkung auslöst. Reges Interesse herrschte auch beim Wein- und Beerenanbau. Viele Teilnehmer wünschen einen Schnittkurs zur kommenden Ernte. Der Verein kommt dem gerne nach und wird den Termin wieder im Pfaffenhofener Kurier veröffentlichen.